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Um das Einsparpotential im Gebäudebestand sinnvoll zu nutzen, gibt das Bundesministerium für Wirtschaft mit dem Förderprogramm

**Energiesparberatung Vor-Ort**

eine wichtige Entscheidungshilfe.

Die Beratung - durch unabhängige und vom Bundesamt für Wirtschaft zugelassene Energieberater - wendet sich an private Haus- und Wohnungseigentümer.

Energiesparberatung vor Ort:

ein lohnendes Angebot

Die Beratung zur sparsamen und rationellen Energieverwendung

in Wohngebäuden („Vor-Ort-Beratung“)

ist eine wichtige Hilfe für alle Haus- und Wohnungseigentümer,

die bereit sind, für Energieeinsparung und

Umweltschutz Geld insbesondere in Wärmedämmung,

die Erneuerung der Warmwasserbereitung,

den Austausch ihrer Heizungsanlage und in Anlagen

zur Nutzung erneuerbarer Energien zu investieren.

Die drei Phasen der

Energiesparberatung vor Ort

Der Berater schließt mit Ihnen einen Vertrag, in dem

die drei Phasen der Beratung festgeschrieben sind.

In diesem verpflichtet sich der Berater:

 
1. den Ist-Zustand des Gebäudes bzw. der Wohnung

an Ort und Stelle zu erfassen, insbesondere der

bautechnischen, bauphysikalischen sowie heizungstechnischen

Gegebenheiten,

 

2. einen umfassenden schriftlichen Beratungsbericht

zu erstellen,

 

3. die aufgezeigten Maßnahmen zur Energie- und

Heizkosten-Ersparnis mit Ihnen mündlich zu erörtern.


 

Phase 1: Die Erhebung des Ist-Zustandes

Aufgabe des Beraters ist es, den energietechnischen

Ist-Zustand sowohl des Gebäudes als auch der Heizungsanlage

darzustellen und auszuwerten.

Zweck der Erhebung ist es, alle energetischen

Schwachstellen an Gebäudehülle und Heizungsanlage

aufzuspüren und aufzulisten.

Zunächst hat der Berater die allgemeinen Gebäude-

Daten zu notieren: Haustyp und Baujahr, Zahl der

Wohneinheiten, Größe der beheizbaren Wohnfläche.

Dann muss er die Gebäude wärmetechnisch einstufen,

und zwar getrennt für Außenwandflächen,

Dachflächen, Fensterflächen, Außenflächen beheizter

Dach- und Kellerräume, Innenwände zu unbeheizten

Gebäudebereichen, offensichtliche Wärmebrücken

(Balkonplatte, Rolladen-Kästen, Heizkörper-Nischen,

Gebäudeecken, usw.).

Die wärmeschutztechnische Einstufung der Gebäudehülle

ist wichtig für die genaue Ermittlung des

Wärmebedarfs. Sie bildet die Grundlage für eine differenzierte,

auch Teilflächen berücksichtigende Auswahl

der zu empfehlenden Energiespar-Maßnahmen.

Ferner muss der Berater genaue Angaben über

das Volumen des Gebäudes machen. Diese Angaben

dienen dazu, den Lüftungswärme-Bedarf des Hauses

zu ermitteln.

Dabei sind auch offensichtliche unkontrollierte

Lüftungswärmeverluste (z.B. durch undichte Fenster,

Türen, Dächer (ausgebaut), Verbrennungsluftversorgung

von Kachel- oder Kaminöfen aus beheizten Räumen

usw.) zu erfassen und auszuweisen.

Schließlich muss der Berater noch den Ist-Zustand

der Heizungsanlage selbst erfassen. Dazu gehören neben

den Grunddaten der Anlage (Typ, Nenn-Leistung,

Wirkungsgrad usw.) die Daten über den Wärme-Erzeuger

(mindestens entsprechend Schornsteinfeger-

Protokoll) sowie genaue Angaben über die bisherigen

Energie-Verbräuche, den Zustand der Abgasanlage

und des Verteilnetzes, sowie offensichtliche Schwachstellen

im gesamten Heizungssystem inklusive ihrer

Steuer- und Regelungstechnik.

Phase 2: Der Beratungsbericht

Nach der Analyse des Ist-Zustands fertigt der Berater

einen schriftlichen Beratungsbericht an, der folgende

Punkte enthält:

- Die Grunddaten des Gebäudes,

- den energetischen Ist-Zustand von Gebäude und

   Heizungsanlage,

- die energetischen Schwachstellen,

- die Warmwasserbereitung,

- Vorschläge zu Energiespar-Maßnahmen (mindestens

  zwei, jeweils mit Angabe der Kosten, evtl.

  unter Berücksichtigung von Eigenleistungen),

- Möglichkeit zum Einsatz erneuerbarer Energien,

- einen Vergleich des Energiebedarfs im Ist-Zustand

  mit dem Energiebedarf nach Durchführung der

  vorgeschlagenen Energiespar-Maßnahmen,

  einen Vergleich der Schadstoff-Emissionsraten

  (vor allem von Kohlendioxid und Stickstoffoxid)

  im Ist-Zustand mit den Emissionsraten nach

  Durchführung der vorgeschlagenen Energiespar-

  Maßnahmen,

- die Wirtschaftlichkeit der vorgeschlagenen Energiespar-

  Maßnahmen in nachvollziehbarer Form,

  so dass der Beratene später die Wirtschaftlichkeitsberechnung

  selbständig an aktuelle Preisentwicklungen

  anpassen kann,

- einen differenzierten Tabellenteil mit Darstellung

  der wichtigsten Ergebnisse der Datenerhebung

  und deren Auswertung sowie

- eine allgemeinverständliche Zusammenfassung

  der wichtigsten Ergebnisse (Empfehlungen).

1. Der Beratungsbericht muss anbieterunabhängig sein.

2. Allen vorgeschlagenen Maßnahmen müssen die anerkannten

Regeln der Technik zugrunde liegen.


Phase 3: Das persönliche Beratungsgespräch

Zu den vertraglichen Pflichten des Beraters gehört es,

dem Beratungsempfänger, also Ihnen, den Beratungsbericht

auszuhändigen und den Inhalt in einem persönlichen

Abschlussgespräch zu besprechen.

Bei diesem Gespräch geht es vor allem darum, die

vorgeschlagenen Energiespar-Maßnahmen im Einzelnen

zu erörtern.

Aufgabe des Beraters ist es zum Beispiel, Ihnen

konkrete Tipps zu geben, wie Sie die Vorschläge am

besten (und kostengünstigsten) umsetzen können.

Der Berater soll Sie auch auf Förderprogramme aufmerksam

machen und Ihnen die entsprechenden

Ansprechpartner benennen.


Ferner soll er ausführlich auf Ihre Fragen eingehen

und Ihnen behilflich sein, wenn Sie zum Beispiel eine

Erweiterung des Maßnahmen-Katalogs wünschen.

Dazu sollte dem Beratungsempfänger nach Möglichkeit

der Bericht vor dem persönlichen Gespräch zur

Verfügung gestellt werden.

 

Die Kosten der Vor-Ort-Beratung

Eine detaillierte und arbeitsaufwändige Beratung

durch hochqualifizierte Spezialisten gibt es nicht umsonst.

Da eine vernünftige und sparsame Energieverwendung

aber auch im gesamtgesellschaftlichen

Interesse liegt, beteiligt sich der Staat mit einem Festbetrag

an den Beratungskosten.

Der Zuschuss zur Vor-Ort-Beratung wird entsprechend

als nicht rückzahlbarer Festbetrag an den antragstellenden

Berater als Projektförderung ausgezahlt.

Er beträgt 300,- Euro für Ein- und Zweifamilienhäuser

sowie 360,- Euro für Wohnhäuser mit mindestens

drei Wohneinheiten.


Für die Integration bestimmter zusätzlicher Inhalte in den Vor-Ort-Beratungsbericht ist eine erhöhte Förderung möglich. Dabei kann zusätzlich entweder eine Förderung für die Integration von Thermografieaufnahmen (Thermografie) oder für die Durchführung einer Luftdichtigkeitsprüfung nach DIN 13829 (Blower-Door-Test) bezuschusst werden. Eine Kombination der Förderung von Thermografie und Blower-Door-Test im Rahmen einer Vor-Ort-Beratung, ist nicht möglich.

Für die zusätzliche Integration thermografischer Untersuchungen wird ein Bonus in Höhe von 25 Euro pro Thermogramm, aber höchstens 100 Euro gewährt. Für die Integration einer Luftdichtigkeitsprüfung nach DIN 13829 (Blower-Door-Test) wird ein Bonus in Höhe von 100 Euro gewährt.
 

Anträge und Verfahren

Den Antrag auf einen Zuschuss zur Vor-Ort-Beratung

und die Abwicklung übernimmt der Berater. Er reicht

vor Beginn der Beratung den Antrag beim Bundesamt

für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) in Eschborn

ein.